Liebe BesucherInnen, herzlich willkommen zur Jahrestagung der Gesellschaft für Universitätssammlungen e.V., die 2017 in Leipzig stattfindet. Besitzgeschichte, Identitätsstiftung, Interdisziplinarität, Lokale Netzwerke – diese Schlagwörter bestimmen den Diskurs der diesjährigen Tagung an der Universität Leipzig.

Profil und Identität
Die Sammlungen im Selbstbild der Universität



Ob Münzen oder Mumien, Mineralien oder Mäuse, die umfangreichste Musikinstrumentensammlung Deutschlands oder das weltweit größte Schallarchiv für christliche Rock- und Popmusik – mit ihren etwa 40 Sammlungen spiegelt die Universität Leipzig (UL) die Fächervielfalt einer Volluniversität wider. Alle Sammlungen – vom kleinen Aufbewahrungsschrank bis zur musealen Einrichtung – sind ständig mit der Herausforderung konfrontiert, ihre Bestände nicht nur als historisches Erbe, sondern auch als lebendigen Fundus ihrer Lehre im Bewusstsein zu verankern und neu zu erfinden.

Vier Themen bilden die Schwerpunkte der diesjährigen Tagung. Sie bieten den Einblick in die historischen Besonderheiten, gegenwärtigen Chancen und Zukunftsvisionen, mit denen sich nicht nur die Wissenschaftlichen Sammlungen der UL konfrontiert sehen.

1. Überlieferung als Angebot der Identitätsstiftung: Die UL gehört mit ihrer bis 1409 zurückreichenden Geschichte zu den traditionsreichsten Universitäten in Deutschland. Ungeachtet ihres Alters prägt sie das Erscheinungsbild der Stadt Leipzig, in deren Zentrum vor allem mit Architektur des 19. bis 21. Jahrhunderts. Den über viele Generationen gewachsenen Sammlungen kommt eine besondere Aufgabe der Identitätsstiftung zu.

2. Besitzgeschichte und Netzwerke: In der SBZ und DDR wurden einerseits verschiedene Sammlungen der UL anderen Trägern übergeben, andererseits erhielten die UL-Sammlungen Zuwächse aus verschiedenen Beständen. Ungeachtet der rechtlichen Vereinbarungen der Wendezeit erwachsen aus diesen historischen Gegebenheiten nicht nur Aufgaben der Provenienzforschung, sondern auch Partnerschaften für künftige Verbünde.

3. Werte und Konzepte: In der frühen Neuzeit und der frühen Moderne nahmen Museen und Sammlungen speziell in der vermögenden Messestadt repräsentative, statussichernde und identitätsstiftende Funktionen bürgerlicher und universitärer Eliten ein. Dieses Selbstverständnis der Stadtgesellschaft unterscheidet Leipzig ebenso von ehemaligen Residenzstädten wie von jüngeren Hochschulstandorten.

4. Transdisziplinarität: Über die lokalen Spezifika der DDR-Geschichte hinaus ist die Universität Leipzig – ähnlich wie viele andere Hochschulen mit Sammlungen – mit Herausforderungen des Funktionswandels einzelner Sammlungen konfrontiert. Bei der Erschließung, Digitalisierung und künftigen Nutzung kommt dem Ziel der Transdisziplinarität eine vorrangige Bedeutung für die Profilbildung in Forschung, Lehre und Transfer zu.

Sammlungsführungen, Museumsbesichtigungen, Konzerte, Gartenspaziergänge und weitere Angebote runden das Programm ab. Die Tagung wird sich auf den Zentral-Campus der UL und das Grassi Museum konzentrieren – mitten in der Stadt Leipzig – und so auch die Möglichkeit bieten, diese lebendige und aufstrebende Metropole in ihren vielfältigen Facetten kennenzulernen.

Eine Anmeldung zur Tagung ist unbedingt erforderlich. Die Tagungsgebühr beträgt regulär 70 Euro und 35 Euro für Studierende. Ein Rabatt für den Besuch nur einzelner Tage ist nicht möglich.

Für die TeilnehmerInnen wird eine Übernachtung in den beiden Häusern der Hotelkette MotelOne (69€/Nacht im Einzelzimmer – 79€/Nacht im Doppelzimmer – Preise exklusive Frühstück – Frühstück/Person pro Tag 9.50€) am Augustusplatz und der Nikolaikirche empfohlen! Beide Häuser liegen nur wenige Meter vom Campus der UL entfernt.


Hier geht es zum Zeitplan, zur Orientierung, zu den Workshops und zur Anmeldung.
Ihr Ansprechpartner in organisatorischen Fragen ist
Herr Kim Grote M.A.: sammlungstagung2017@uni-leipzig.de


Vorlage für den Poster Slam


Universität Leipzig - Sammlungen der Universität Leipzig
Gesellschaft für Universitätssammlungen e.V. - Koordinierungsstelle für wissenschaftliche Universitätssammlungen